2011
07.15

(CE) Durch diese Türen schreiten, möchte man als Münchner eigentlich nicht, es sei denn zum Tag der offenen Tür. Ansonsten bedeutet eine Vorladung in die Ettstraße in der Regel nichts Gutes. In der Ettstraße, ganz in der Nähe der Fraunkirche, befindet sich das Münchner Polizeipräsidium. Über dem Portal steht in großen Lettern gemeißelt: NACH SEINEM SINNE LEBEN IST GEMEIN / DER EDLE STREBT NACH ORDNUNG UND GESETZ. Das kommt, wie sollte es anders sein, von Goethe, Fortsetzung des Trauerspiels Die natürliche Tochter. Edel sei der Mensch, hilfreich und nicht gemein. Ich glaube, Goethe hat mit seinem Spruch immer noch ganz Recht.

Heute am Freitag den 15.7. veranstaltet das Polizeipräsidium von 18.00 bis 02.00 Uhr eine Nacht der Prävention mit einem umfangreichen Programm, u.a. mit der Besichtigung der Verkehrseinsatzzentrale, einem Interview mit Tatort-Kommissar Miro Nemec und einer Krimilesung. Unser Sohn (10) ist großer Polizeifan und wie es aussieht, werden wir dort sein.

Der weitläufige Bau mit fünf Binnenhöfen übrigens stammt von Theodor Fischer. Im sogenannten Heimatstil erbaut, wurde er kurz vor dem Ersten Weltkrieg fertiggestellt. Fischer war als Architekt und Stadtplaner für München ungemein wichtig. Viele öffentliche Gebäude, Kirchen, ja ganze Stadtviertel gehen auf sein Konto. Als Leiter des Münchner Stadterweiterungsbüros konzipierte er u.a. das Stadtbild Schwabings und Untersendlings.

KUNST-TOUR ist ein Netzwerk von Kunsthistorikern und bietet Museums-, Ausstellungs- und Stadtführungen sowie Kulturprogramme in und um München.

 

Kein Kommentar

Kommentieren

Dein Kommentar