Gut, wahr, schön – Meisterwerke des Pariser Salons

(CE) Die akademische Malerei lediglich als Hintergrundfolie für die sogenannten Wegbereiter der modernen Kunst, sprich Impressionisten, zu betrachten, war die übliche Sichtweise der Kunstgeschichte über Jahrzehnte. „Haben wir denn keine anderen Fragen an die Kunst“, sagt mit Recht die Kuratorin Nerina Satorius der heute eröffneten Ausstellung ´Gut. Wahr. Schön. Meisterwerke des Pariser Salons aus dem Musée d´Orsay.´ Kunstwerke nur in Hinblick auf eine konstruierte Fortschrittsgeschichte der Malerei zu bewerten, gehört der Vergangenheit an. Nicht der Stil eines Werkes entscheidet, sondern dessen Qualität. Punkt. Und diese ist in den gezeigten Meisterwerken aus Paris mehr als vorhanden. Viele der in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts hoch gefeierten Maler sind nicht mehr im allgemeinen Bewusstsein. Jean-Léon Gérome, Alexandre Cabanel, Jean-Baptiste Carpeaux oder William Bouguereau waren Stars der europäischen Kunstszene. Umso reizvoller ist es, diese wiederzuentdecken! Das Ausstellungsspektrum reicht von der akademischen Historienmalerei zum Realismus bis hin zum Symbolismus um 1900. Auch bekannte Maler wie Jean-Auguste-Dominique Ingres sowie Henri Fantin-Latour sind mit je einem Werk vertreten. Wer Paris als die unangefochtene Hauptstadt der Kunst des 19. Jahrhunderts liebt, kommt in der Ausstellung voll auf seine Kosten. Hier erste Eindrücke (zum Vergrößern anklicken).

Gut. Wahr. Schön. Meisterwerke des Pariser Salon aus dem Musée d´Orsay. Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung
22. September 2017 – 18. Januar 2018

 

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