Top 5: Die kunsthistorisch bedeutendsten Bauwerke Münchens

(CE/DE) Regelmäßig veröffentlichen die Münchner Zeitungen und andere Medien Listen der wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Die Rankings fallen ganz unterschiedlich aus, je nach Leserschaft. Eine eindeutige Top-Liste der am meisten besuchten Gebäude allerdings lässt sich erstellen. Nach unseren Recherchen liegt Dallmayr mit 2,8 Mio. jährlichen Besuchern auf Platz 1, auf Platz 2 folgt die BMW Welt mit 2,3 Mio. Gästen, Platz 3 belegt die Frauenkirche mit 2 Mio., das Hofbräuhaus hält Platz 4 mit 1,5 Mio. und auf Platz 5 rangiert das Deutsche Museum  mit 1 Mio. Besuchern (Zahlen wurden teilweise von den jeweiligen Institutionen geschätzt).

Welche Gebäude sollten Kunstliebhaber in München unbedingt besucht haben? Hier unsere Liste, welche sich mit der oberen nicht unbedingt deckt:

1. Residenz

Stadtschloss und Hofgarten der Wittelsbacher Herrscherfamilie rangieren bei uns unangefochten auf Platz Eins. 300 Jahre Kunstgeschichte lassen sich in der Residenz erleben und durchschreiten: Renaissance, Barock, Rokoko, Klassizismus und Historismus. Phantastisch.

 

2. Olympiagelände

München hat im 20. Jahrhundert nur ein Mal Architektur von absolutem Weltrang hervorgebracht, das dann aber richtig. Das Olympiagelände von 1972 mit seinen durch ein Zeltdach verbundenen Sportstätten, Park und Olympischem Dorf ist ein Muss für alle München-Besucher.

 

3. Schloss Nymphenburg

Wer die Residenz gesehen hat, sollte unbedingt auch Nymphenburg besuchen, die Erholungsstätte der Wittelsbacher. An Nymphenburg besticht die Gesamtanlage: Schlossrondell, Hauptgebäude und Park samt seinen wunderbaren Parkschlösschen bilden ein einzigartiges Ensemble.

 

4. Sankt Michael

Abgesehen vom Petersdom gibt es keine Kirche mit einem größeren Tonnengewölbe als Sankt Michael. Der Innenraum der Jesuitenkirche ist schlicht erhebend. Der schönste und bedeutendste Kirchenbau der Renaissance in Deutschland.

 

5. Glyptothek

Ein echtes Kleinod ist der erste Museumsbau König Ludwig I. Für seine Sammlung antiker Skulpturen ließ er einen ionisch inspirierten Tempel bauen. Exponate und Architektur sind erstklassig. Wer Schönheit genießen will, muss in die Glypothek.

 

KUNST-TOUR ist ein Netzwerk von Kunsthistorikern und bietet Museums-, Ausstellungs- und Stadtführungen sowie Kulturprogramme in und um München.

 

 

 

 

 

 

 

 

Top 5: Bayerische Wirtshäuser in der Münchner Innenstadt

(CE/DE) Was gibt es Schöneres als in dieser unwirtlichen Jahreszeit in ein gemütliches bayerisches Wirtshaus einzukehren? Wir haben überlegt, welche fünf Wirtshäuser im Münchner Innenstadtbereich unsere persönlichen Favoriten sind. Die folgende Liste ist kein Ranking, das würde uns wirklich schwerfallen, sondern einfach alphabetisch. Viel Spaß, Prost und lasst´s es eich schmecka.

Andechser am Dom
Immer gut besucht, sehr qualitätvolle Speisen und Getränke aus dem Kloster Andechs, sehr zentral gelegen.

Adresse: Weinstr. 7a (Zentrum)
Öffentliche Verkehrsmittel:
U/S-Bahn Marienplatz
Telefon: (089) 298481
Website: www.andechser-am-dom.de

 

Augustiner-Restaurant
Hier findet Ihr immer einen Platz, hervorragendes Bier. Sehenswerte Räume, besonders schön: der Muschelsaal.

Adresse: Neuhauser Str. 27 (Zentrum)
Öffentliche Verkehrsmittel:
U/S-Bahn Karlsplatz – Stachus
Telefon: (089) 23183257
Website: www.augustiner-restaurant.com

 

Fraunhofer
Urig-bayerisch, tolle Atmosphäre, schönes Mobilar, einfache gute Speisen.

Adresse: Fraunhoferstr. 9 (Gärtnerplatzviertel)
Öffentliche Verkehrsmittel:
U-Bahn Fraunhoferstraße
Telefon: (089) 26 64 60
Website: www.fraunhofertheater.de

 

Wirtshaus in der Au
Liebevoll eingericht, nettes Personal, auch mit Kindern gut zu besuchen. Prima Küche.

Adresse: Lilienstr. 51 (Au)
Öffentliche Verkehrsmittel:

S-Bahn Isartor
Telefon:
(089) 4481400
Homepage: www.wirtshausinderau.de

 

Zum Dürnbräu
Versteckt gelegen, Geheimtipp. Über 500 Jahre alt. Wegen Renovierung bis zum 31.1.2012 noch geschlossen.

Adresse:
Dürnbräugasse 2 (Zentrum)
Öffentliche Verkehrsmittel:
U/S-Bahn Marienplatz
Telefon: (089) 222195
Website: www.zumduernbraeu.com

 

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Nachtrag: Jugendstilhäuser

(CE/DE) Vor wenigen Wochen haben wir unsere Top 5 Jugendstil-Häuser in München hier vorgestellt. Ein weiteres wunderschönes Gebäude dieses Stils müssen wir nachtragen. Es war lange von Gerüsten versteckt und strahlt seit kurzem wieder in neuem Glanz: Martin Dülfers Mietshaus an der Münchner Freiheit.

Hier die Eckdaten: Mietshaus, Leopoldstraße 77, Fertigstellung 1902, Architekt: Martin Dülfer. Bis 1906 wohnte der Architekt selbst in einem Appartment seines Gebäudes. Ungewöhnlich kühn (für München), jedoch typisch für den Jugendstil ist die asymmetrische Gesamtanlage; großartig der wellig geschwungene Giebel mit großflächigen Blattwerk-Friesen.

 

 

 

 

 

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Top 5: Jugendstil-Häuser in München

(CE/DE) Auf der Bühne der europäischen Jugendstil-Städte (Barcelona, Brüssel, Darmstadt, Glaskow, Mailand, Paris, Prag, Turin und Wien) spielt München keine Nebenrolle. Schließlich entstand 1896 hier die für den deutschen Stil namensgebende Zeitschrift ´Jugend´. München bietet eine ganz eigene Spielart des letzten großen, mehrere Kunstgattungen übergreifenden Stils. Hier die unserer Meinung nach fünf schönsten Jugendstil-Häuser der Stadt, nach ihrer Fertigstellung geordnet:

Villa Bechtolsheim
Maria-Theresia-Str. 27

Fertigstellung: 1898
Architekt: Martin Dülfer

Gilt als eines der ersten Jugendstil-Häuser in Deutschland überhaupt. Besonders schön: die Linienornamentik des Rundturms.

Miets- und Geschäftshaus
Ainmillerstr. 22

Fertigstellung: 1900
Architekten: Henry Helbig und Ernst Haiger

Viergeschossiger Jugendstilbau mit Zwerchhaus. Opulent gestaltete Fassade in Kolossalordnung. Figürlicher, teilweise antikisierender Dekor.

Miets- und Geschäftshaus
Schellingstr. 24

Fertigstellung: 1900
Architekt: Martin Dülfer

Doppelerkerfront mit verbindendem Balkon. Fassade im floralen Jugendstil. Besonders elegant das Mohnblüten-Dekor in der Dachhohlkehle.

Mietshaus
Lucile-Grahn-Str. 47

Fertigstellung: 1901
Architekt: Johann Zitter

Voluminöser Eckbau mit zwei Schaufassaden. Florales Jugendstil-Ornament mit Pfauen im Giebelfeld. Zwei schöne Stuckreliefs imVestibül.

Wohnhaus
Franz-Joseph-Str. 19 (Rückseite)

Fertigstellung: 1903
Architekt: Franz Nyilas

Gartenfront zum Leopoldpark. Barockisierender Jugendstil mit Früchten und Rocaille-Formen. Giebel wieder mit Pfauendekor. Liebevoller Rosengarten.

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Top 5: Kirchenbauten in München

(CE/DE) Unsere neue Serie ´Top 5´ starten wir mit den Münchner Kirchen. Welche sollte man gesehen haben? Hier die unserer Meinung nach fünf bedeutendsten, interessantesten, schönsten …,  chronologisch geordnet:

St. Michael
Bauzeit: 1583-1597
Architekt: unbekannt, beteiligt
Friedrich Sustris und Wendel Dietrich
Neuhauserstr. 52, U-Bahn: Karlsplatz/Stachus
Öffnungszeiten:
Täglich 8-19 Uhr
Wohl schönste Renaissance-Kirche Deutschlands. Großartiger Kirchenraum. Grablege der Wittelsbacher, u.a. König Ludwigs II.

St. Kajetan – Theatinerkirche
Erste Bari
Bauzeit: 1663-1768
Architekten: Agostino Barelli, Enrico Zuccalli
und Francois de Cuvilliés d. Ä.
Theatinerstr. 22, U-Bahn: Odeonsplatz
Öffnungszeiten:
Mo-Sa 6-19.30 Uhr, So. 7-19.30 Uhr
Erster barocker Kirchenbau nördlich der Alpen. Hofkirche der Wittelsbacher und ebenfalls Grablege. Fassade von Cuvilliés im Rokoko-Stil vollendet.

St. Nepomuk – Asamkirche
Bauzeit: 1733-1746
Architekten: Cosmas Damian und Egid Quirin Asam
Sendlinger Str. 62, U-Bahn: Sendlinger Tor
Öffnungszeiten:
Mo. – Fr. 7:30-18 Uhr, Sa. 8-19 Uhr
So. 8-15 Uhr
Bedeutender Rokoko-Kirchenbau, als Privatkirche geplant und ausgeführt von den Gebrüdern Asam. Opulenter, theaterhafter Innenraum.

St. Matthäus
Bauzeit: 1953-1957
Architekt: Gustav Gsaenger
Nussbaumstr. 1, U-Bahn: Sendlinger Tor
Öffnungszeiten:
Di. – Fr. 9-16 Uhr
So. 8-12, 17-20 Uhr
Zentralbau aus organischen „Nierenformen“ mit Campanile. Typischer Bau der 50er Jahre von eigener, besonderer Ästhetik.

Herz Jesu
Bauzeit: 1997-2000
Architekten: Allmann Sattler Wappner
Romanstr. 6, U-Bahn: Rotkreuzplatz
Öffnungszeiten:
Täglich 8-19 Uhr außer Di. 8-12
sowie nicht während der Gottesdienste
Maßstäße setzender moderner Kirchenbau. Sich öffnende Fassade. Reduktionistische Formen von kontemplativer Wirkung.

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